Trockene Haut und das Klima

Trockene Haut und das Klima

« Diese Auswirkungen hat die Luftfeuchtigkeit »

Die Haut bildet nicht nur das Organ mit der größten Fläche, sondern besitzt auch eine Vielzahl an Funktionen im Körper. Damit unsere äußere Schutzschicht diesen Ansprüchen genügen kann, benötigt sie allerdings gewisse Bedingungen. Trockene Luft und eisige Kälte stören die verschiedenen Hautschichten in ihren Funktionen. Die Ursachen und Auswirkungen trockener Haut wollen wir hier näher untersuchen.

Wozu hat der Körper die Haut?

Die Funktionen des Organs, welches fast den kompletten Körper überzieht, sind vielfältig. Die Haut besteht aus zwei Schichten, die sich Epidermis (Oberhaut) und Dermis (Lederhaut) nennen. In erster Linie bilden diese Schichten einen dauerhaften Schutz vor mechanischen, thermischen, chemischen und biologischen Gefährdungen. Ihre Funktion als Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Druck, Schmerz und Temperaturen ist ebenfalls unerlässlich.

Die Haut und die Regulierung unseres Klimas

Weiterhin hält unser Hautschutz die Feuchtigkeit im Körper und verhindert die übermäßige Aufnahme von Wasser. Sie schützt andere Organe durch Pigmentierung vor UV-Strahlung und reguliert die Temperatur im Körper, indem sie die Körperwärme isoliert und sich bei Bedarf durch Schweiß selbst kühlt. Für die Wundheilung spielt sie ebenfalls eine Rolle, da sie für den Verschluss von Blutungen mitverantwortlich ist. Die obere Hautschicht, die Epidermis, wird dabei vom Körper durchgehend von unten nach oben erneuert und ist mit einem unsichtbaren Fettfilm überzogen.

Epidermis Aufbau
© bilderzwerg / Fotolia.com

Für diese Vielzahl an Funktionen benötigt unsere natürliche Barriere einige Stoffe, die teilweise durch die Luft und teilweise über die Verdauung aufgenommen werden. Unregelmäßigkeiten in der Ernährung oder dem Raumklima können also die Funktionsfähigkeit maßgeblich beeinträchtigen. Trockene Haut ist eines der häufigsten Symptome, die von ungünstigen Luftverhältnissen verursacht werden können.

Trockene Stellen und Juckreiz

Trockene Haut weist eine Reihe von Symptomen auf. Häufig beginnen derartige Hautstellen zu jucken oder fühlen sich dauerhaft gespannt an. In extremen Fällen können in Verbindung mit starkem Juckreiz sogar leichte Blutungen auftreten, wenn die schützende Funktion der Schicht nicht mehr gegeben ist. Ledrige Hautstellen und Fältchen können ein Zeichen von dauerhafter Trockenheit sein.

Trockene Stellen und Juckreiz
© glisic_albina / Fotolia.com

Ursachen sind meist in der Umgebungsluft oder im Kontakt mit verschiedenen Stoffen zu finden, können aber auch in der Genetik begründet sein. Manche Menschen neigen generell dazu, trockene Stellen zu haben oder werden durch hormonelle Veränderungen sowie Stress anfällig dafür.

Natürliche Schutzbarriere Fettfilm

Wer beispielsweise oft mit scharfen Reinigungsmitteln arbeitet, läuft verstärkt Gefahr, mit diesen Mitteln den Fettfilm seiner Hautschutzschicht zu zerstören. Paradoxerweise kann auch der häufige Kontakt mit Wasser die Hautoberfläche angreifen, weil sie dadurch aufweicht und Feuchtigkeit sowie Fett verliert. Hier spielt unter Anderem der pH-Wert eine Rolle, der etwa bei 7,0 bis 7,5 liegen sollte, aber auch rückfettende Badezusätze können diesen Effekt vermindern.

Richtige Ernährung hilft

Die Ernährung ist sehr wichtig, da das Organ den Großteil seiner Nährstoffe aus dem Körperinneren erhält, müssen insbesondere trockene Stellen so bekämpft werden. Eine angemessene Flüssigkeitsaufnahme ist an dieser Stelle ebenso sehr wichtig.

Generell wird empfohlen, etwa drei Liter Wasser am Tag zu trinken.

Auch bei einer Diät sollten Menschen, die trockene Haut haben oder dazu neigen, lieber einen Arzt hinzuziehen. Jeder Nährstoff, welcher dem Körper entzogen wird, hinterlässt einen gewissen Mangel, wobei nicht jeder Mangel gleich stark auffällt. Da bei Diäten meist auf Fett verzichtet wird, kann sich dies schnell in einem ausgedünnten Fettfilm auf der Haut niederschlagen.

Richtige Ernährung hilft
© UBER IMAGES / Fotolia.com

Das Gegenstück zur Mangelernährung bildet der übermäßige Konsum von Stoffen. In diesem Zusammenhang sind besonders Genussmittel interessant. Rauchen vermindert die Durchblutung und der Rauch enthält Giftstoffe, die von innen und außen auf den Körper einwirken. Die Wirkung von Alkohol zeigt sich unter Anderem in einer erhöhten Neigung zum Schwitzen, welche dem Körper viel Flüssigkeit entzieht.

Den bekannten „Kater“ durchlebt der Körper aufgrund eines Mangels an Nährstoffen, welche mit dem Alkohol in Massen ausgeschieden werden.

Auch die Haut ist von diesem Nährstoff- und Flüssigkeitsmangel betroffen.

Das Klima der Haut

Selbst die Zusammensetzung der Raumluft kann sich auf das Hautbild auswirken. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit trocknet nicht nur Schleimhäute aus und ebnet damit Krankheitserregern den Weg, sondern kann negativ auf die Haut am gesamten Körper einwirken. Bei großflächigen Hautproblemen sollte die Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum kontrolliert werden.

Wenn trockene Haut zur Gesundheitsgefahr wird

Weist die Haut deutliche Schäden auf, ist häufig auch deren schützende Funktion gestört. Folgeschäden verschiedener Art können bei unbehandelten Symptomen auftreten. Ein Gang zum Arzt sollte in den folgenden Fällen erwogen werden:

  • Hautstellen sind trotz Gegenmaßnahmen (z.B. Pflegeprodukte) dauerhaft trocken.
  • Das Hautbild verschlechtert sich (möglicherweise) durch andere Medikamente.
  • Es werden Rötungen, Pusteln, Schuppen oder Ausschläge sichtbar.
  • Trockene Hautstellen verursachen Schmerzen.
  • Die Trockenheit wird von anderen Symptomen begleitet.

Regulierung des Raumklimas

Besonders in den Wintermonaten sinkt die Luftfeuchtigkeit im Freien durch die niedrigen Temperaturen und zusätzlich herrscht in der Wohnung trockene Heizungsluft vor. Sollte der Wert unter 40 % sinken, ist größte Vorsicht geboten, wobei sich bei einigen Menschen bereits vorher erste Symptome zeigen. Die Kontrolle und Regulierung der Luftfeuchtigkeit kann mit verschiedenen Methoden angefasst werden.

Lüften Regulierung Raumklima
© Gina Sanders / Fotolia.com

Eine zu trockene Raumluft lässt sich beispielsweise mit einer stets gereinigten und hygienischen Wasserschale nahe der Heizung anfeuchten. Regelmäßiges Lüften und die Anschaffung von Zimmerpflanzen können die Feuchtigkeit ebenfalls positiv beeinflussen. Das Trocknen der frisch gewaschenen Wäsche in der Wohnung ist ebenfalls eine beliebte Methode, um die Feuchtigkeit zu erhöhen, ebenso wie das Öffnen der Badtür nach der heißen Dusche. Obwohl all diese Varianten teilweise helfen, ist deren Nachteil, dass dadurch oft eine örtlich zu hohe und sehr ungleichmäßige Luftfeuchtigkeit verursacht wird.

Mögliche Folgen: Während Teile eines Raums dennoch zu trocken sind, besteht in anderen Ecken die Gefahr von Schimmel.

Luftreiniger zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit

Neben der Filterung von diversen Schadstoffen aus der Raumluft können einige Luftreiniger zusätzlich für die zuverlässige Regelung der Feuchtigkeit sorgen. Ein Beispiel ist der Daikin Luftreiniger MCK 75J silber/schwarz, der neben dem Abfiltern von Schimmelsporen, Tierhaaren und Zigarettenrauch auch über einen Luftbefeuchter verfügt. Da ein Luftreiniger die Raumluft permanent umwälzt, ist auch die Gefahr ungleichmäßiger Feuchtigkeit gebannt. Die maximale Raumgröße hängt dabei stark von der Leistung des Modells ab. Somit spielen die maximale Leistung sowie die gewählte Stufe eine Rolle bei der Effektivität der Umwälzung.

Luftreiniger Daikin MCK 75J silber schwarz Regulierung Luftfeuchtigkeit

Vor Schimmel besteht bei der Verwendung eines Luftreinigers mit Befeuchtungsfunktion keine Gefahr. Die Geräte verfügen meist über einen manuell abschaltbaren Luftbefeuchter und überwachen während der Reinigung die Feuchtigkeit im Raum, um diese auf den eingestellten Wert regeln zu können.

Fazit

Die Haut ist nicht nur das größte Organ, sondern auch eines der empfindlichsten. Damit sie den täglich wirkenden Einflüssen widerstehen kann, benötigt sie ein gewisses Maß an Pflege, die erforderlichen Nährstoffe und ein angenehmes Raumklima.

Während die Haut vor anderen schädlichen Einwirkungen beispielsweise mit Handschuhen oder Badezusätzen geschützt werden kann, ist sie der zu geringen Luftfeuchtigkeit schutzlos ausgeliefert.

Hier hilft oft nur eine dauerhafte Regulierung der Feuchtigkeit, die am einfachsten mit einem Luftreiniger mit integriertem Luftbefeuchter erreicht werden kann.

Trockene Haut und das Klima
Bewerten