Was hilft bei schlechter Luft?

Was hilft bei schlechter Luft?

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Die Luftqualität ist entscheidend für guten Wohnkomfort, denn nur gute Luft lässt uns frei Durchatmen. Lesen Sie mehr darüber, wie schlechte Luft in den eigenen vier Wänden zustande kommt und welche Maßnahmen Sie dagegen ergreifen können.

Die meisten Menschen halten sich zu großen Teilen in geschlossenen Räumen auf. Dabei sind sie sich häufig nicht darüber bewusst, wie schädlich sich schlechte Luft auf den Organismus auswirken kann. Eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst, ob wir die Raumluft als angenehm oder schlecht empfinden. Fast alle dieser Faktoren können im Alltag, zumindest im Ansatz, mit recht einfachen Mitteln beeinflusst werden.

Wodurch entsteht die gefühlte schlechte Luft?

Der Mensch nimmt Sauerstoff mit der Atemluft auf und der Körper versorgt damit seine Organe, um anschließend eine veränderte Luftzusammensetzung auszuatmen. Die Umgebungsluft im Außenbereich hat normalerweise einen Sauerstoffgehalt von knapp 20 %, wogegen beim Ausatmen nur noch etwa 16 % Sauerstoff enthalten sind. Dagegen steigt der Anteil des Kohlenstoffdioxids beim Ausatmen im gleichen Verhältnis an und erreicht einen Anteil von circa 4 %.

In einem Raum, in dem nie gelüftet wird, würden die Menschen folglich den enthaltenen Sauerstoff verbrauchen, bis die Konzentration an Kohlenstoffdioxid ein kritisches Niveau erreicht. Die Folgen sind Müdigkeit, Unwohlsein, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und im Extremfall sogar Bewusstlosigkeit.

Dieser Mangel an Sauerstoff setzt also das physische und psychische Leistungsniveau deutlich herab und sollte unbedingt vermieden werden.

Auch dies wirkt sich auf die Raumluft aus

Hinzu kommen verschiedene Faktoren, die von der Einrichtung abhängig sind. Beim Kochen, Backen und Braten entstehen Gase und Gerüche, die sich in der Luft und den Textilien festsetzen können. Der übermäßige Einsatz von Raumsprays oder Lufterfrischern sorgt zwar für einen angenehmen Geruch, erhöht aber die Konzentration der darin enthaltenen Stoffe in der Raumluft. Raucher, welche ihrem Genuss innerhalb der eigenen vier Wände nachgehen, fluten die Wohnung regelrecht mit Schadstoffen, die nicht mit dem ersten Durchzug verschwinden – das begünstigt schlechte Luft erheblich.

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Eine besondere Gefahr bezüglich des schlechten Raumklimas nimmt die Luftfeuchtigkeit ein. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass eine zu trockene Atmosphäre die Schleimhäute austrocknet, was wiederum das Eindringen von Krankheitserregern begünstigt. Heizungswärme beispielsweise kann die Feuchtigkeit unter 50 % drücken, wodurch dieser Effekt verstärkt auftritt.

Eine zu hohe Feuchtigkeit von über 70 % hingegen bringt ebenfalls Probleme. Diese fühlt sich für den Menschen zwar weniger unangenehm an, begünstigt allerdings die Gefahr der Schimmelbildung und führt zum schnellen Wachstum bereits vorhandener Schimmelpilze. Diese wiederum können sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Welche Möglichkeiten haben Sie, um das Raumklima zu verbessern?

Die einfachste Methode, um für ein angenehmeres Raumklima zu sorgen, stellt das Öffnen der Fenster dar. Es wird allgemein empfohlen, mehrmals täglich zu lüften, sodass die verbrauchte Luft ausgetauscht werden kann. Zum Lüften empfiehlt es sich, alle Türen und Fenster komplett zu öffnen, um einen sauberen Durchzug zu ermöglichen. Das Abdrehen der Heizung bei offenem Fenster spart Geld und schont die Umwelt.

Ein dauerhaftes Ankippen der Fenster, wie es in vielen Haushalten üblich ist, bringt dabei nicht den gleichen Effekt. Dadurch kühlen die Wände seitlich des Fensters aus, während die Heizungswärme zum großen Teil entweicht. Ein umfangreicher Luftaustausch wie bei einem kurzen Durchzug wird durch einfaches Kippen also nicht erreicht, sondern nur eine dauerhafte Abkühlung des Raums. Außerdem wird durch den Temperaturunterschied zwischen dem Fenstersturz und der Raumluft die Feuchtigkeitsbildung um das Fenster herum begünstigt. Daher ist es empfehlenswerter, dass Sie zwei Mal am Tag fünf bis zehn Minuten stoßlüften.

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Pflanzen tragen zu gutem Raumklima bei

Die Anschaffung von Zimmerpflanzen wirkt sich auf verschiedene Aspekte der Raumluft aus. Erstens wandeln fast alle Pflanzen das vom Menschen ausgeatmete Kohlenstoffdioxid durch Photosynthese wieder in Sauerstoff um und wirken damit dem Verbrauch des Sauerstoffes durch den Menschen entgegen. Weiterhin tragen Pflanzen dazu bei, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu regulieren. Diesen Effekt haben auch Möbel aus Holz in schwächerer Form, da diese ebenfalls Feuchtigkeit aufnehmen und bei Bedarf abgeben können.

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Bestimmte Pflanzenarten sind außerdem in der Lage, einen Teil der Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Ein Beispiel ist die Grünlilie, welche große Mengen an Formaldehyd aufnimmt. Das allseits bekannte Efeu und die Blattfahne bauen überwiegend Benzol und Trichlorethylen ab. Gewächse aus der Drachenbaumfamilie und Efeu entfernen sogar von allen drei Chemikalien große Teile aus der Raumluft. Pflanzen dienen also nicht nur als wachsende Dekoration, sondern helfen auch, für eine gesunde Atmosphäre in den Räumen zu sorgen.

In welcher Form hilft ein Luftreiniger gegen schlechte Luft?

Es gibt verschiedene Luftreiniger, welche je nach Modell und Preisklasse verschiedene Aspekte eines schlechten Raumklimas bekämpfen. In erster Linie verfügen diese Geräte über ein Filtersystem, das eine Vielzahl an Schadstoffen aus der Luft filtert. Zusätzlich ist ein Lüfter integriert, der die Raumluft umwälzt, um die Effizienz zu erhöhen. Den Standard für die Filterung der meisten Partikel stellt hier der HEPA-Filter dar, der über 99,9 % aller freien Partikel abfiltert.

Zu diesen unerwünschten Fremdkörpern gehören unter anderem Blütenpollen, Schimmelsporen, Chemikalien und Hausstaub. Hochwertige Filter können sogar Bakterien und Grippeviren an sich binden. Einige Luftreiniger verfügen auch über einen Rauchstoppfilter, der effektiv gegen Zigaretten- sowie Küchengerüche vorgeht. Das Abscheiden dieser ganzen Schadstoffe trägt maßgeblich dazu bei, schlechte Luft zu bekämpfen und ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Beispiele für Modelle mit HEPA-Filter und Rauchstopp sind der Blueair 270E oder der Sharp KCA40EUW Plasmacluster-Luftreiniger.

Verschiedene Varianten sind verfügbar

Geräte, welche zusätzlich mit einem Ionisator ausgestattet sind, tragen noch auf eine andere Art zum Wohlbefinden bei. Das Verhältnis der positiv geladenen zu den negativ geladenen Ionen in der Raumluft beeinflusst das Leistungsvermögen und Wohlbefinden maßgeblich. Die frische Außenluft nach einem Gewitter oder nahe einem Wasserfall enthält besonders viele negativ geladene Ionen und belebt den Körper. Oft herrscht in Wohnungen ein starker Mangel an negativen Ionen, die vom Ionisator erzeugt und in den Raum abgegeben werden.

Es gibt auch Luftreiniger, die alle Funktionen in einem Gerät vereinen. Die Modelle Blueair 450E und der leistungsfähigere Blueair 650E verfügen über einen Ionisator, sind mit einem leistungsfähigen HEPA-Filter ausgestattet und filtern auch verschiedene Gerüche. Diese Kategorie an Geräten begünstigt also in vieler Hinsicht ein gesundes Raumklima. Das Lüften wird dadurch allerdings nicht komplett überflüssig gemacht und sollte niemals vernachlässigt werden.

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