Pollenallergie Symptome und Anzeichen

Pollenallergie Symptome und Anzeichen

Eine Allergie kann Betroffenen die Lust auf den Frühling und das schöne Wetter nehmen, denn die Symptome können sich erschwerend auf den Alltag auswirken. Die meisten Allergien entwickeln sich unbemerkt und treten plötzlich auf. Der Anteil der Menschen, welche jährlich mit einer Pollenallergie zu kämpfen haben, ist groß. Über 20 % aller Erwachsenen leiden an mehr oder minder starkem „Heuschnupfen“. Ein günstiges und dauerhaft wirkendes Allheilmittel gibt es leider nicht. Verschiedene Maßnahmen können allerdings helfen, die verantwortlichen Blütenpollen fernzuhalten und die Symptome zu lindern.

Was sind die Symptome von Pollenallergie?

Typische Beschwerden einer Pollenallergie sind häufig nicht eindeutig von einer leichten Erkältung zu unterscheiden. Jeder Mensch reagiert auf eine Allergie anders und es kommt zu unterschiedlichen Beschwerden. Je nach Blüte einer Pflanze kommt es zu zeitlichen Verschiebungen.

Die meisten Menschen klagten über:

  • Rötung der Bindehaut, heftiger Juckreiz und Brennen in den Augen
  • Lichtempfindlichkeit
  • starker Tränenfluss
  • verstopfte Nase und häufiges Niesen
  • Juckreiz
  • angeschwollene Schleimhäute
  • Fließschnupfen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Gefühl der Abgespanntheit, eventuell auch Reizbarkeit

 

Dies sind die eher harmlosen Anzeichen einer Allergie gegen Pollen. Menschen mit starken allergischen Reaktionen können weitere Symptome wie Migräne, Husten, Atemnot, Asthma, Magen-Darm-Störungen oder Hautekzeme entwickeln. Viele Menschen klagen auch häufig über Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme. In Einzelfällen können Depressionen hervorgerufen werden oder diese verschlimmern. Zudem reagieren manche Betroffene überempfindlich auf z.B. Rauch von Zigaretten, Staub, Geruchsstoffe, Temperaturänderungen und körperliche Anstrengung.

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Was ist eine Pollenallergie? 

Die Saison für Allergiker beginnt nicht jedes Jahr gleich. Manchmal tauchen die ersten Symptome im März auf, häufig auch schon Anfang Februar. Erle und Haselnuss blühen beispielsweise zeitig und lassen die Betroffenen nicht bis zum Frühlingsanfang warten. Zwischen März und August ist dann die Blütezeit der meisten allergieauslösenden Gewächse. Nessel, Spitzwegerich und Beifuß blühen bis in den September hinein und machen fast das ganze Jahr zur Allergiesaison. Die Pollen der Gewächse sind dabei das, was den Allergikern Schwierigkeiten bereitet. Sie werden teilweise von Insekten verteilt und verbreiten sich auch selbstständig über die Luft.

Ungewollte Immunreaktion

Grundsätzlich richten die Pollen im Körper keinen Schaden an. Meist werden sie gemeinsam mit der Luft eingeatmet und vom Immunsystem ignoriert. Bei einem Allergiker jedoch zeigt der Körper heftige und übertriebene Reaktionen, weil er die Blütenpollen behandelt, als wären es Krankheitserreger. Art und Umfang der Reaktionen des Körpers unterscheiden sich bei jedem Menschen.  Die Überempfindlichkeit kann verschiedene Ursachen in der Lebensführung oder der Genetik haben und im schlimmsten Fall zu Folgeerkrankungen führen. Die Begriffe Heuschnupfen und Pollenallergie werden deckungsgleich verwendet.

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Was sind die Ursachen für eine Pollenallergie?

Es gibt verschiedene Auslöser für allergische Reaktionen. Bei manchen Menschen ist eine genetische Veranlagung vorhanden. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie auf jede Polle reagieren, aber diese Menschen besitzen ein erhöhtes Risiko allergischer Reaktionen. Es wurde bereits eine erbliche Beteiligung festgestellt, nach der das Kind bei einem allergischen Elternteil bereits vermehrt Gefahr läuft, selbst Allergiker zu werden. Bei zwei Elternteilen mit Heuschnupfen steigt die Gefahr weiter. Eine ebenso große Rolle spielt der Kontakt mit Erregerstoffen in der Kindheit. Der Körper baut sein Immunsystem über Jahrzehnte hinweg auf und lernt dabei, gefährliche von ungefährlichen Fremdkörpern zu unterscheiden. So werden Kinder, die mit zwei Geschwistern im gleichen Zimmer aufwachsen oder deren Elternhaus neben einem Bauernhof steht, mit verminderter Wahrscheinlichkeit an Heuschnupfen erkranken. Auch der gehäufte Kontakt mit anderen Kindern auf dem Spielplatz oder in der Kita hilft dem Körper, ein starkes Immunsystem zu entwickeln. Erhöhte Gefahr besteht bei übervorsichtigen Eltern, deren Kinder isoliert aufwachsen und ausschließlich an mehrfach desinfizierten Tischen spielen. Der Körper ist dann in späteren Lebensjahren mit jedem kleinen Erreger überfordert und reagiert deutlich heftiger, als es nötig wäre. Mit steigendem Lebensalter steigt auch die Gefahr von Allergien, wobei die Pollenallergie bei weitem nicht die einzige ist.

Behandlung ist wichtig

Bei eindeutigen Symptomen sollte stets ein Arzt aufgesucht werden und eine entsprechende Behandlung begonnen werden. Je nach Schweregrad kann sich eine Allergie gegen Pollen aufgrund von schlechtem Schlaf und Tagesmüdigkeit auf die Leistung am Arbeitsplatz und in der Schule auswirken. Grundsätzlich ist die Pollenallergie mehr störend als gefährlich, bei einer ausbleibenden Behandlung jedoch können sich die Symptome verschlimmern und zu chronischen Erkrankungen der Atemwege führen. Speziell Asthma und sogenannte Kreuzallergien werden oft durch unbehandelte Pollenallergien verursacht.

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