MCS – Krankheit durch Umwelteinflüsse

MCS – Krankheit durch Umwelteinflüsse

« Ursachen und Symptome »

Mit MCS wird eine starke Reaktion des Körpers auf geringe Konzentrationen an Chemikalien bezeichnet. Diese Luftschadstoffe kommen in geringen Mengen auch im Außenbereich vor, sind jedoch in Gebäuden deutlich höher konzentriert. Die letzte Möglichkeit für Betroffene ist oftmals ein Leben in Isolation. Luftreiniger können helfen, die Symptomatik zu verbessern.

Was ist MCS?

Die als „Multiple Chemical Sensitivity“ bekannte Krankheit wird meist als „vielfache Chemikalienunverträglichkeit“ übersetzt, hat jedoch sehr viele Namen. Egal, ob der Arzt von einer multiplen Chemikaliensensitivität, multiplen Chemikalienunverträglichkeit, vielfachen Chemikaliensensitivität, chemischen Mehrfachempfindlichkeit, Idiopathischen umweltbezogenen Unverträglichkeit oder von der Umweltkrankheit spricht: All diese Namen benennen das gleiche Krankheitsbild.

Die MCS Krankheit bezeichnet eine Überempfindlichkeit gegen Schadstoffe in der Luft, die dem Menschen aufgrund ihrer geringen Konzentration keinen Schaden zufügen.

Diese Chemikalien treten in nahezu jedem Haus zumindest in geringen Mengen auf und haben normalerweise keine Auswirkungen, weil sie von den körpereigenen Schutzmechanismen entfernt werden. Menschen mit einer Chemikalienunverträglichkeit spüren diese geringen Konzentrationen jedoch sehr deutlich.

Untersuchungen zeigten, dass die Symptome bei einer Exposition mit den betreffenden Chemikalien schnell auftraten
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Untersuchungen zeigten, dass die Symptome bei einer Exposition mit den betreffenden Chemikalien schnell auftraten, bei deren Ausbleiben jedoch ebenso schnell wieder verschwanden. Die Krankheit ist zwar nicht lebensbedrohlich, kann die Lebensqualität der Betroffenen jedoch massiv verschlechtern.

Ursachen der MCS Krankheit

Ausgelöst wird die Erkrankung durch die Exposition mit Chemikalien. Bei der Verwendung von Reinigungsmitteln, Farben, Lacken und anderen Haushaltsmitteln entstehen sogenannte flüchtige chemische Verbindungen. Diese Verbindungen sind „flüchtig“, weil sie sich bei ausreichender Bewegung der Luft regelrecht auflösen.

Bei der Verwendung von Farben und Lacken entstehen fluechtige chemische Verbindungen
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Ein zehnminütiger Durchzug beispielsweise entfernt viele flüchtige chemische Verbindungen fast rückstandslos. In geschlossenen Räumen allerdings können die Luftschadstoffe über längere Zeiten ausharren und vom Menschen inhaliert werden. Dies fördert die Entstehung der Chemikalienunverträglichkeit und begünstigt eine Reihe weiterer Erkrankungen.

Unsere Luft enthält hunderte von Schadstoffen, welche von Fahrzeugabgasen bis zu Feinstaub reichen.

Die Eingrenzung der Stoffe, auf die der Körper reagiert, ist schwer bis unmöglich. Unser modernes Leben kommt ohne die Chemie nicht aus, sodass die Diagnose der Unverträglichkeit und das Auffinden der auslösenden Schadstoffe schwerfallen. Von der Wandfarbe über Fußböden bis hin zum Kunststoff des Toilettenspülkastens enthalten fast alle industriell hergestellten Materialien diverse chemische Verbindungen.

MCS Symptome und Häufigkeit

Die vielfache Chemikalienunverträglichkeit ist besonders kompliziert, weil sie mit einer Vielzahl an Symptomen in Verbindung gebracht wird. In den meisten Fällen werden außerdem bereits bestehende Krankheiten deutlich verschlimmert. Beispielsweise chronische Schmerzen oder Entzündungen sowie Asthma werden durch das MCS-Syndrom begünstigt. Es wird wiederum auch vermutet, dass eine vorhandene Erkrankung den Körper für die vielfache Chemikalienunverträglichkeit anfälliger macht. Diese Theorie existiert also in beide Richtungen.

Asthma wird durch das MCS-Syndrom beguenstigt
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Weiterhin werden im Zusammenhang mit MCS Symptome angegeben, die mit keiner anderen Erkrankung in Verbindung stehen. Dazu gehören unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Schwindel, Atemnot, Schmerzen, Magen- und Darmprobleme sowie Haut- und Augenreizungen. Interessant ist, dass sich die Symptome bei Nichtbeachtung meist konstant verschlechtern. Ein Zusammenhang zwischen der Psyche des Betroffenen und dem Ausbruch der Unverträglichkeit wird ebenfalls häufig zugrunde gelegt.

In Deutschland schätzt man die Anzahl der Betroffenen auf 0,5 %, also auf einen Betroffenen unter 200 Personen.

Die Dunkelziffer dürfte an dieser Stelle jedoch hoch liegen, weil viele Menschen über Jahre hinweg mit leichten Symptomen leben, ohne einen Arztbesuch in Erwägung zu ziehen. Es stellt sich die Frage, wie viele von ihnen mit einer nicht diagnostizierten MCS Krankheit leben. Außerdem werden Ärzte erst nach Monaten voller Tests an ein MCS-Syndrom denken und vorher eine Vielzahl anderer Ursachen ausschließen.

Schadstoffe in der Luft – Was hilft?

Der Blaue Engel

Bei der Renovierung empfiehlt es sich, auf die Verwendung umweltfreundlicher Stoffe zu achten. Einen guten Anhaltspunkt bietet der blaue Engel, da derartig gekennzeichnete Produkte weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus schonend zu Umwelt und Gesundheit sind.

Die Konzentration der Luftschadstoffe kann auch durch regelmäßiges Lüften gesenkt werden. Liegt jedoch eine vielfache Chemikalienunverträglichkeit vor, kann selbst diese niedrige Konzentration noch zu hoch sein.

Luftreiniger

Ein Luftreiniger funktioniert im Prinzip wie ein Sieb. Er saugt die Luft aus dem Raum an, presst sie durch das Filtermedium hindurch und gibt sie wieder in den Raum ab. Hochwertige Luftreiniger arbeiten mit einer Kombination aus HEPA-Filter und Aktivkohlefilter. Der HEPA-Filter entfernt dabei kleinste Partikel aus der Raumluft und der Aktivkohlefilter bindet chemische Verbindungen und Gerüche an sich.

Besonders bei einer Chemikaliensensitivität sollten Luftreiniger mit beiden Filtermedien zum Einsatz kommen, damit auch wirklich alle Luftschadstoffe entfernt werden.

Der HEPA-Filter reinigt die Raumluft von Tierhaaren, Blütenpollen, Sporen, Hausstaub und anderen Allergenen und verbessert damit insgesamt das Raumklima. Der Aktivkohlefilter nimmt geruchsbildende Verbindungen sowie eine Vielzahl der unerwünschten gasförmigen Stoffe wie Aldehyde, Tabakrauch, Küchendunst und Industrieverschmutzungen auf.

Blueair 270E Luftreiniger mit HEPASilent Partikelfilter

Dies kann zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome einer Chemikalienunverträglichkeit beitragen, da der Körper dank der gereinigten Raumluft eine Pause von der dauerhaften Belastung erhält.

Luftreiniger IQ Air GC MultiGas gegen gasförmige Luftschadstoffe

IQAir Luftreiniger bietet ausschließlich High-End-Produkte an. Das Modell GC MultiGas ist für eine Raumgröße von bis zu 80 Quadratmetern geeignet und verfügt zur Regulierung über 6 Leistungsstufen. Eine Programmierfunktion, das mehrsprachige Display und eine automatische Filterstandanzeige machen den Gebrauch komfortabler.

Die großen Filterkartuschen sind speziell auf den Einsatz in Räumen mit einer hohen Konzentration an chemischen Verbindungen ausgelegt und entfernen sämtliche chemische Schadstoffe aus der Luft. Der als Partikelfilter ausgeführte Vorfilter und die Aktivkohlefilter können je nach Bedarf getrennt getauscht werden.

Unverträglichkeiten und Gegenmaßnahmen

Für viele gesundheitliche Beschwerden sind flüchtige chemische Verbindungen zumindest teilweise verantwortlich. Diese werden von verschiedenen Produkten wie Lösungsmitteln und Weichmachern in die Raumluft abgegeben und verfliegen normalerweise beim regelmäßigen Lüften. Einige Personen reagieren jedoch derart heftig auf kleinste Konzentrationen dieser Stoffe, dass das Lüften nicht mehr ausreicht.

Ein Luftreiniger hilft nicht nur, chemische Verbindungen aus der Luft zu entfernen, sondern beseitigt auch eine Vielzahl anderer Allergene und Schadstoffe.

Die Anschaffung eines Luftreinigers ist zwar ein Kostenfaktor, aber es handelt sich um eine Investition in die eigene Gesundheit. Außerdem ist sicher: Viele Betroffene einer MCS wissen über Jahre hinweg nichts von ihrer Erkrankung.

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